Erinnerst du dich an deinen letzten Geistesblitz?

Veröffentlicht von / 30. Juli 2018 / Kategorie: Blog / Tags: , , , , / Ein Kommentar

Und weißt du noch wo und in welcher Situation es dazu gekommen ist? Was war in dem Moment anders als sonst? Ich hatte meinen Letzten gestern, aber dazu später mehr.

Meine kleine Familie und ich verbringen gerade unseren Sommerurlaub in einer skandinavischen Metropole und genießen die nordische Großstadtatmosphäre. Sie zeichnet sich in unseren Augen durch eine auffallend offene Kultur, Freundlichkeit, Designaffinität, einem bunten Mix aus neuer und alter Kultur, gutem Geschmack und sehr schnelles Fahrradfahren aus.

Mal was Neues ausprobieren…

Dieses Jahr haben wir etwas Neues ausprobiert. Wir haben ein Haus über Airbnb gesucht, gefunden und gebucht. Der Gedanke, für eine gewisse Zeit ein fremdes Haus komplett zu beziehen, hat sich am Anfang schon komisch angefühlt. Ich meine da wohnt ansonsten eine uns fremde Familie. Eigenartig und aufregend zugleich. Dass das natürlich nicht eigenartig, sondern einzigartig wird haben wir schon während der herzlichen Begrüßung der Hausbesitzer festgemacht. Wie soll ich das Haus beschreiben? Schließe die Augen und versetzte dich in eine der Geschichten von Astrid Lindgren. Stelle dir ein 100 Jahre altes, gelbes Stadthaus vor, umgeben von einem traumhaften urbanen Garten. Ein Garten voll von Orten zum Sonnen, Entspannen, Spielen, Verstecken, Basteln, Gärtnern und Genießen. Ein Haus voller alter und neuer Designermöbel, Spielzeug für Jung und Alt, Geschichten in Büchern, Bildern und Urlaubsmitbringseln, Musik auf Platten, einer rustikalen Küche, welche zum Kochen einlädt, einem großen Eichenesstisch an dem sich alle treffen und gemeinsam Zeit verbringen und vielen kleinen Ecken zum Verweilen. Dazu diese Atmosphäre, die nur Astrid Lindgren zu Papier bringen konnte und nicht zu vergessen, die vielen kleinen, liebevollen Details, die im ganzen Haus verteilt sind und zu einer Fotosafari einladen.

Innovative Orte und Perspektiven finden…

Klar haben auch wir im Urlaub die rosarote Brille auf und verlieben uns dank weniger Alltagsverpflichtungen, viel Freizeit und tiefer Entspannung schnell in die kleinsten Dinge, denken und entscheiden eher aus dem Bauch heraus, aber dennoch ist hier etwas anders.

Hier ist etwas ganz anders und das macht etwas mit mir. Dieser Ort ist in vielen Belangen das Gegenteil von meiner gewohnten Umgebung. Der Holzfußboden knarrt laut, die Türen quietschen, die Bilder und Teppiche sind bunt, alles ist analog (sogar die Musik), der Garten ist wild (sehr wild) und wirklich alle Wasserhähne tropfen ihr Bestes. Das Verrückte dabei ist, ich habe selten einen so inspirierenden Ort wie diesen erleben dürfen. In jeder Ecke dieser 100m2 finde ich inspirierende Gegenstände die mich anregen: Zum Denken, zum Fotografieren, zum Erweitern unserer Produkte und bauen von neuen Geschäftsideen. Sei doch mal ehrlich, was regt dich eher an ein neuartiges Bewässerungssystem zu entwickeln? Ein satter grüner Rasen oder ein Rasen der nach Wasser und Zuneigung schreit? Mich hat der traurige Rasen zum Denken angestoßen.

Die Komfortzone verlassen… und neu erschaffen?

Doch was bedeutet das eigentlich alles? Wir alle stehen doch nach wie vor und in der Zukunft noch viel häufiger vor der Aufgabe uns, unsere Produkte und unsere Dienstleistungen, zu innovieren. Mir haben die letzten Tage sehr intensiv den Spiegel vorgehalten: In meiner gewohnten, sicheren und zugegebener Weise sehr komfortablen Umgebung, bekomme zu selten neue Impulse. Ich nehme also mit, nach meinem Urlaub in einem unserer offenen Freitage mit den Kollegen zu besprechen, wie wir unser Büro anregender gestalten können. Erfolgreich oder auch nicht, ich werde euch berichten und gerne zur Fotosafari in unser Büro einladen.

Meinen letzten Geistesblitz hatte ich übrigens gestern beim Toben mit meiner Tochter auf dem schrecklich traurigen Rasen, in dieser wunderbaren wilden Oase. Ob es die Unicorn-Idee war, dies werden die nächsten Monate zeigen. Ich bin sehr dankbar für diesen Moment und die Zeit mit meiner Familie.

Über den Autor
Sebastian Seger ist Lean Berater bei einfach.effizient. und hat als Schwerpunkt die Einführung von Lean Systemen in den betrieblichen Bereichen Planung, Produktion und Entwicklung.
Ein Kommentar
  • Andreas Pleye sagt:

    Hallo Sebastian,

    ja, Innovation, Kreativität, Inspiration,… alles braucht einen besonderen Raum. Schön, dass Du ihn in Deinem Urlaub gefunden hast.

    Normale Büroatmosphäre fördert diese Dinge wenig. In „Leitplanken“ gelingt es den wenigsten wirklich, auch wenn es immer noch Führungskräfte gibt, die das glauben – vielleicht sogar, dass man das auch anordnen kann.

    Euch viel Erfolg beim Neugestalten des Büros zur Kreativitätsoase 🙂

    VG Andreas

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