Ostern #wirbleibenzuhause

Ostern

Dieses Jahr wird Ostern anders sein, für uns alle. Aber auf was genau müssen wir eigentlich verzichten? Und was können wir gewinnen, trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie?

Ostern in „normalen“ Zeiten heißt für die meisten von uns: Familie und Freunde treffen oder in den Urlaub fahren. Bei mir weckt der Gedanke an Ostern vor allem Kindheitserinnerungen: An schulfreie Tage, oft mit frühlingshaftem Wetter. An den noch spät gedeckten Frühstückstisch und die Ostereiersuche, zusammen mit meiner Schwester. Tage, an denen wir Zeit mit der Familie verbracht haben – bei gutem Essen, versteht sich. Oder uns mit Freunden verabreden konnten, vielleicht beim Osterfeuer oder zum Osterbrunch im Restaurant.

Ein gelungenes Osterfest bedeutet für mich also vor allem eins: Zeit zu haben. Zeit, um einen Osterzopf zu backen oder in der Küche beim Vorbereiten des Ostermenüs zu helfen. Zeit, um gemeinsam Ostereier zu färben und dabei zu experimentieren. Kurkuma färbt übrigens wunderschön gelb, und mit Rotkohl kann man rote oder blaue Eier zaubern. Ein Tipp aus eigener Erfahrung: Lebensmittel färben nicht nur die Eier, sondern auch das Lieblingsshirt!

Eine weitere entscheidende Osterzutat: Das Wetter. So wie es aussieht, haben wir Glück in den nächsten Tagen und können viel Zeit (da ist sie schon wieder) draußen verbringen. Perfekt, besonders wenn man einen Garten oder Balkon hat. Ostereier verstecken und suchen, den Kaffeetisch draußen decken und schmücken. Oder in der näheren Umgebung ein schönes Fleckchen suchen, das sich – bei Wahrung des Sicherheitsabstands natürlich – für einen Spaziergang anbietet, verbunden mit einer digitalen Ostereiersuche, vielleicht als Schnitzeljagd mit einer Geocaching-App.

Werdet kreativ und feiert ein ganz besonderes Ostern!

Und was fehlt sonst noch? Na klar, der persönliche Kontakt zu den Menschen, die uns nahestehen. Dieses Jahr müssen wir dafür kreativ werden. Zum Osterbrunch haben wir uns digital mit Eltern und Geschwistern verabredet, bei FaceTime oder WhatsApp sitzen wir dann am Sonntag gemeinsam am Küchentisch (auch wenn die Speisenauswahl diesmal etwas kleiner ausfällt). Und auch Omas und Opas können, gegebenenfalls mit etwas Unterstützung, live beim Ostereiersuchen der Enkelkinder dabei sein. Klingt stressfrei – weniger Aufräumen im Vorfeld und wer genug von all dem hat, steigt einfach aus. Auf das Treffen mit Freunden wollen wir ebenfalls nicht ganz verzichten. Ein Videochat mit einem Glas Wein auf dem Sofa oder der Flasche Bier zum Schein des „Osterfeuers“ in der Feuerschale geht trotzdem. Was in den letzten Wochen im Homeoffice geklappt hat, sollte doch auch privat funktionieren – und dazu noch Spaß machen! Nebenbei auch noch umweltfreundlich, so ganz ohne Autofahren.

Wer darüber hinaus noch Zeit hat und diese auch gerne online verbringen möchte, kann derzeit auf besonders viele Angebote zurückgreifen: Vom virtuellen Gottesdienst über zahlreiche Streaming-Angebote von mehr oder weniger bekannten Kultureinrichtungen bis hin zu Konzert- und Museumsbesuchen in der Elbphilharmonie oder der Met in New York. Vielleicht war an Ostern eigentlich eine Reise nach Paris geplant? Dann mag der digitale Besuch des Louvre ein kleines Trostpflaster bieten. Oder ist die Reise für die Nach-Corona-Zeit schon in Planung? Dann verschafft ein Blick auf die Webcam des favorisierten Urlaubsorts jetzt schon eine Portion Vorfreude.

Und spätestens wenn der dritte Schokohase verspeist ist und die hartgekochten Eier im Magen drücken, dann ist klar: Ja, es ist Ostern. Anders, aber schön.

Frohe Ostern wünscht das Team von einfach.effizient.

Photo by Annie Spratt on Unsplash

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