Produktentwicklung: Warum 95% neu entwickelter Produkte scheitern

Veröffentlicht von / 22. November 2018 / Kategorie: Blog / Keine Kommentare

Laut Wissenschaftlern des Instituts für angewandte Innovationsforschung (IAI) an der Ruhr-Universität liegt die Flopquote von eingeführten Produkten bei 95%.

95% der Produkte scheitern? – allein beim auf der Zunge zergehen lassen der Zahl fühlt sich diese ganz schön happig an. Der Grund des Scheiterns liegt laut den Wissenschaftlern bei „einer häufig falsch verstandenen Kundenorientierung.“

Die Produktentwicklung steht vor großen Herausforderungen

Die Märkte werden von disruptiven Produkten und Dienstleistungen überrollt und die Marktdynamik ist immens. Überall findet eine Schlacht mit Buzzwords statt: Innovation und Digitalisierung treffen auf Empowerment und agile Arbeit, hier wird noch bisschen Lean gemacht und da noch ein wenig nach New Work Prinzipien geworked…an und für sich wichtige Begriffe der neuen Arbeitswelten, dennoch können diese manchmal eher für Verwirrung sorgen. Um bei der Produkteinführung einen Impuls zu setzten und der Verwirrung entgegenzuwirken, stellen wir Euch eine Methode vor, die optimal mit unseren Grundsätzen einhergeht: Die Lean Startup Methode.

Mit welcher Methode man erfolgreich Produkte entwickelt

Lean Startup MethodeIm Jahre 2011 beschreibt Eric Ries die Lean Startup Methode. Für uns ist diese Methode der Schlüssel, um Produkte und Dienstleistungen erfolgreich am Markt zu platzieren und nicht zu den oben genannten 95% zu gehören. Die Lean Startup Methode ist aus folgender Motivation für eine erfolgreiche Produktetwicklung heraus entstanden: „We must learn what customers really want, not what they say they want or what we think they should want (Eric Ries).” Der Kunde steht im Mittelpunkt der Betrachtung und wird als Abnehmer von Anfang an in den Entwicklungsprozess involviert.

Raus aus der stillen Kammer – mutig sein

Die Methode verändert die Art der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen. Die Entwicklung und Schärfung wird nach draußen verlagert, als dass diese hinter verschlossenen Türen im stillen Kämmerchen geschieht. Wird ein Bedürfnis oder ein Problem beim Kunden vermutet, gilt es diese Hypothese zu verifizieren: eine minimal funktionierende Version des Produktes muss her! Wie der Begriff schon vermuten lässt, wird demnach zunächst eine spartanische Version der Produkt- bzw. der Dienstleistungsidee gebaut – es gilt der Grundsatz: Verschwendungen vermeiden.

Lean Startup – mit minimalen Aufwand zur richtigen Produktentwicklung

Wer uns kennt weiß, dass dieser Satz wie Musik in unseren Ohren ertönt. Die iterative Feedbackschleife wird in Gang gesetzt: Die minimal funktionierende Idee wird gebaut, die gilt als Grundlage um Feedback und Verbesserungen von den Kunden einzuholen um daraus das Produkt weiter zu schärfen bzw. ggf. die Richtung (Pivoting) zu ändern. Durch den beschriebenen Bauen-Messen-Lernen Zyklus wird das Produkt nah an den Kundenbedürfnissen entlang entwickelt. Droht eine Idee zu scheitern, kann dies schnell wahrgenommen werden, da das Kundenfeedback konkrete Rückschlüsse zulässt.

Die Prognosen bauen demnach nicht mehr auf Hypothesen, sondern auf verifizierten Fakten. Die Nähe zum Kunden stellt sicher, dass nicht an diesem vorbei gebaut wird, sondern dessen Bedürfnisse voll und ganz berücksichtigt werden…voilà hier kommt Deine Idee.

Um die Thematik gemeinsam weiter zu vertiefen, wollen wir euch in den nächsten Woche gerne auf eine Reise mitnehmen, in der die Lean Startup Thematik bei zwei unserer Kunden auf individueller Art und Weise ihren Platz gefunden hat. Bleibt also gespannt…

Foto: NASA/ CC BY 2.0

Über den Autor
Nithuja ist Trainee bei der einfach.effizient. Unternehmensberatung.

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