Sebastian Seger im Interview

Veröffentlicht von / 31. Januar 2019 / Kategorie: Blog / Keine Kommentare

Sebastian, du hast zuletzt als Entwicklungsleiter gearbeitet. Wie bist du dann Berater geworden? 

Sebastian: In meinem letzten Job hatte ich schon längere Zeit im Hinterkopf, etwas Neues zu suchen und evtl. auch Berater zu werden. Aber für mich kam es nie in Frage von Montag bis Freitag im Hotel zu übernachten und fern von der Familie zu sein. Erst als ich Jörg und sein Konzept seiner Unternehmensberatung kennen gelernt habe, habe ich dies ernsthaft in Erwägung gezogen. Es passte zu meinem Wunsch einen Beruf ausüben zu können, bei dem ich jeden Tag Neues entdecken kann, täglich vor anderen Herausforderungen stehe, neue Menschen kennenlernen darf und mich persönlich weiterentwickeln kann. Somit habe ich den Schritt gewagt meinen damaligen, herzallerliebsten Job zu kündigen und habe bewusst den Job mit einem weinenden und lachenden Auge beendet um Berater zu werden. 

Deine Stärken als Berater liegen also im Bereich der Produktionsprozesse? 

Sebastian: Ja, auch. Dies habe ich lange Zeit als Produktionsleiter gemacht. Hier kenn ich mich von A bis Z aus. Als weitere Stärke würde ich meine Fragetechnik hinzuzählen. Ich kann gut durch gezielte Fragen den „Kern der Sache“ oder das „Übel allen Ursprung“ herausfinden. Vom großen Ganzen schnell zum wichtigen Detail finden. 

Darüber hinaus macht es mir großen Spaß aus Menschen das Beste herauszuholen, sie zu entwickeln, zu begeistern und ihnen Wissen zu vermitteln. Von der wertschätzenden Rückmeldung meiner Kollegen, die ich auf diesem Weg coache, zehre ich tagelang. 

Hast du persönliche „Regeln“ an die du dich hältst um deinen Job als auch deiner Familie gerecht zu werden?  

Sebastian: Ja, meine Regel ist: „Am Wochenende wird nicht gearbeitet“. Das tut mir und meiner Familie gut! 

Du warst vor einiger Zeit im Urlaub. Bevor ihr weg gefahren seid, warst du kurz noch im Büro. Dabei sahst du schon so tiefenentspannt aus. Wie machst du das? 

Sebastian: (schmunzelt) Das lag eher daran, dass die Atmosphäre im Büro die letzten Wochen so kreativ, harmonisch und stimmungsvoll war. Dann fällt es mir leichter zu entspannen. 

Verstehen wir das richtig: Du kannst dich während der Arbeit entspannen? 

Sebastian: Klar. Und das ist für mich die Freiheit, die wir hier haben. Es ist allgemein der Mix in diesem Berufsalltag: Heute ist für mich ein „Pausentag“, wir beide trinken hier entspannt unseren Kaffee, unterhalten uns und gleich treffe ich mich noch mit Kollegen zur Projektbesprechung. Morgen habe ich dann viel Energie um den ganzen Tag beim Kunden auf dem Punkt zu sein. Ich glaube in einer anderen Arbeitsorganisation wäre dies so nicht möglich. Hierbei habe ich die Möglichkeiten Reserven aufzubauen. Daher bin ich selbst so stark von New Work überzeugt. Darüber hinaus ziehe ich viel Energie aus der Arbeit mit Kollegen an internen Themen, dem Weiterentwickeln von Produkten und Services. Mich entspannt die druckfreie und kreative Zusammenarbeit. 

Was ist für dich der perfekte Ausgleich zum Arbeitsalltag? 

Sebastian: Achtsamkeit: Heißt für mich, achtsam durch den Tag gehen und wenn es passt 2, 5 oder 10 Minuten Achtsamkeitsübungen durchführen. Auch Sitz- oder Gehmeditation funktionieren für mich wunderbar. Ich versuche Entscheidungen aus dem Alltag bewusst zu treffen und nicht durch meinen Berufsalltag zu hetzen, sodass ich ganz entspannt bleibe und Stress gar nicht erst entsteht. Das ist meine Arbeitsphilosophie. Wenn ich das täglich aufs Neue schaffe, geht es mir besser und ich habe abends gar nicht das Bedürfnis mich auf die Couch zu setzen. Zuletzt ist die Familie für mich mein Ruhepol und der beste Ausgleich, den es für mich gibt. 

Woraus ziehst du deine Ideen? 

Sebastian: Ich versuche vieles aus meinem Alltag in den Job zu projizieren. Ich beobachte meine Tochter, was sie braucht um kreativ zu werden und wie sie z.B. mit Duplo spielt. Das inspiriert mich für meine Arbeit. Ich will auch kreativ werden und versuche mir den Raum zu geben, den auch meine Tochter hat. 

Ich habe auch gelernt, nicht nur selbst Ideen zu generieren, sondern auch andere zu integrieren, mitzuziehen, für Ideen zu begeistern und von anderen zu lernen. Dazu bekomm ich momentan regelmäßig tolles Feedback, egal ob vom Kunden oder Kollegen. Gleichzeitig macht mir das auch sehr viel Spaß. 

Wo arbeitest du am liebsten? 

Sebastian: Da gibt es für mich nicht den perfekten Ort. Für die jeweilige Arbeit nehme ich mir den Ort, den ich brauche. Für Fleißarbeit brauche ich einen sterilen Arbeitsort ohne Ablenkung. Wenn Kreativität gefragt ist, arbeite ich am liebsten draußen, jedoch geht das nicht immer. Auch versuche ich an Orten zu arbeiten, wo sich der Kunde wohlfühlt. 

Was sind deine beruflichen Ziele? 

Sebastian: Es passt gerade in meine Lebensphase Berater zu sein. Es wird jedoch nicht das sein, womit ich in Rente gehen werde. In einigen Jahren möchte ich etwas Eigenes haben. Mit dem Job als Berater und so wie wir unsere Arbeitswelt „leben“ kann ich so unglaublich viel lernen, stets mit Blick auf dieses Ziel. 

Was macht einfach.effizient. so besonders für dich? 

Sebastian: Für mich bedeutet es Freiheit hier zu arbeiten! Ich kann entscheiden, wie mein Tag aussieht und arbeiten wo, wann und wie ich will. Das ist das konsequente leben von New Work. Wir tun nicht nur so – wir leben es. 

Natürlich gehört auch das unfassbar gut funktionierende Team dazu. Ich sehe es jeden Tag beim Kunden selbst, wie wichtig es ist, dass das Team funktioniert. Wir selbst haben ein sehr junges, buntes, kompetentes, wissbegieriges und leistungsstarkes Team.

Über den Autor
Jörg Högemann ist Gründer und Geschäftsführer der einfach.effizient. Unternehmensberatung.

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