Digitales Recruiting

Digitales Recruiting

Trotz Corona-Virus Mitarbeitende für das Unternehmen gewinnen!

Das Recruiting hat sich im Laufe der letzten Jahre stark gewandelt. Heute sprechen wir vom Bewerbermarkt, in dem sich Bewerbende ihren Arbeitgeber quasi aussuchen können, wohingegen früher der Arbeitgebermarkt dominierte. Damals wurden Stellenanzeigen ausgeschrieben und es gab so viel qualitativ hochwertige Resonanz, dass allein aufgrund dessen Vakanzen besetzt werden konnten. Dass das Recruiting heute anders abläuft und vermehrt digitalisiert wird, ist kein Geheimnis mehr. Heute nutzen Unternehmen im Rahmen des Personalmarketing 2.0 bspw. Social Media-Marketing, eine attraktive Karrierewebsite und Arbeitgeberbewertungsportale, um mit Bewerbenden in Kontakt zu kommen bzw. um auf sich aufmerksam zu machen, was letztendlich die digitale Identität der Arbeitgeber darstellt (Tirrel und Winnen, 2019).

Wie wird sich nun der Corona-Virus auf die Recruiting- und Auswahlverfahren auswirken?

Das Recruiting kann einerseits – wie bisher – analog, sofern noch Stellenanzeigen in Printmedien geschaltet werden, fortgeführt werden. Auch das Active Sourcing (Direktansprache potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten) kann wie gewohnt weiterlaufen (Recruiter/-innen können bspw. vom Home-Office arbeiten). Änderungen wird es allerdings im Rahmen des Auswahlprozesses geben (müssen). Das ist jetzt eine große Chance für Arbeitgeber sich als innovativ und flexibel zu präsentieren und damit die eigene Employer Brand zu schärfen.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bzgl. des Corona-Virus empfangen viele Unternehmen keine Externen bzw. Besucher mehr. Dies gilt auch für Bewerbende. Sicherlich ist das verständlich und die Gesundheit hat immer die höchste Priorität. Allerdings sollten sich Unternehmen fragen, wie sie mit Bewerbenden umgehen, die sie bereits überzeugt haben, an einem Vorstellungsgespräch teilzunehmen (eine Hürde im Bewerbermarkt ist bereits überwunden).

Virtuelle Vorstellungsgespräche

Dank moderner Informations- und Telekommunikationstechnologien (ITK) ist es möglich, Vorstellungsgespräche räumlich und zeitlich flexiblen zu gestalten. Eine pragmatische Möglichkeit ist das Führen von Telefoninterviews. Alternativ gibt es aber auch die Möglichkeit, Videointerviews durchzuführen. Dies hat im Vergleich zum Telefoninterview den Vorteil, dass zusätzlich zum gesprochenen Wort die Gestik und Mimik – wie im persönlichen Gespräch – erhalten bleiben. Hierfür gibt es bereits eine große Auswahl an Software, die genutzt werden kann. Microsoft Teams ist derzeit bspw. bis 2021 (Spataro, 2020) kostenlos nutzbar. Somit wird eine örtliche Trennung geschaffen.

Die aktuelle Lage führt dazu, dass viele Kinder zuhause bei den Eltern und nicht in der Schule sind. Wer möchte während eines Videointerviews schon von seinen Kindern gestört werden? Vermutlich keiner. Aber vollkommen verhindern kann es auch niemand, dass das Kind in einen Raum kommt. Die Lösung: Zeitversetzte Videointerviews. Recruiter/-innen nehmen eine Videonachricht auf, in der sie bspw. sich selbst und das Unternehmen vorstellen und Bewerbenden Fragen stellen. Bewerbende antworten dann ebenfalls mit einer Videonachricht.

Die Vorteile sind klar erkennbar:

  • Zeitliche Flexibilität: Videos können dann aufgenommen werden, wenn Zeit dafür vorhanden ist (z. B. wenn die Kinder im Bett sind)
  • Örtliche Flexibilität: Recruiter/-innen und Bewerbende können Videonachrichten von überall aufnehmen (ITK und Internetverbindung vorausgesetzt) – demzufolge ist derzeit kein persönlicher Kontakt notwendig und der „Corona-Sicherheitsabstand“ kann eingehalten werden
  • Arbeitgeber präsentieren sich durch den Einsatz innovativer Tools im Recruiting als zeitgemäßes Unternehmen am Arbeitsmarkt und leben New Work
  • Die Recruiting-Lösung kann langfristig genutzt werden, was auch bei der zunehmenden Globalisierung des Arbeitsmarktes hilfreich ist
  • Stellen können auch in Zeiten, in denen kein persönlicher Kontakt gewünscht ist, besetzt werden, sodass sich die Time-to-Hire sich vermutlich nicht gravierend verlängert

Gerne unterstützen wir euch bei der Umsetzung eures digitalen Recruitings! Sprecht uns einfach an!

Quellen:

Spataro, J. (2019), Unser Engagement für Kunden während des Ausbruchs von COVID-19 [Internet]. Abrufbar unter: https://news.microsoft.com/de-de/engagement-fuer-kunden-covid-19/ [Zugegriffen 17.03.2020].

Tirrel, H. und Winnen, L. (2019), „Die digitale Identität der DAX-30-Unternehmen aus Sicht des Personalmarketings 2.0. Modernes Recruiting: Eine Status-quo Analyse“, In: Winnen, L., Rühle, A. und Wrobel, A. Hrsg. Innovativer Einsatz digitaler Medien im Marketing. Analysen, Strategien, Erfolgsfaktoren, Fallbeispiele, Wiesbaden: Springer Gabler, S. 29-46.
Foto: Unsplash.com

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