Virtual Human Resource Development

Virtuelle Personalentwicklung

Mitarbeitende mit digitalen Tools weiterbilden

Die Weiterentwicklung von Personal ist heute nicht mehr gleichbedeutend mit der Buchung eines zweitägigen Seminars außer Haus. Vielmehr geht es heute darum, Mitarbeitende zum lebenslangen Lernen zu motivieren.

Relevanz der Personalentwicklung

Unternehmen bilden Mitarbeitende aus mehreren Gründen weiter. Ein besonders relevanter Grund ist sicherlich, dass durch eine kontinuierliche Personalentwicklung Mitarbeitende länger an das Unternehmen gebunden werden. Aus der Forschung wissen wir, dass mit zunehmender Betriebszugehörigkeit auch die Produktivität der Mitarbeitenden steigt (Tirrel und Winnen, 2018). Ein weiterer, besonders relevanter, Aspekt ist, dass Mitarbeitende, die über viel spezifisches Humankapital (also bspw. Fachwissen über unternehmensspezifische Prozesse), die finanzielle Performance von Unternehmen positiv beeinflussen (Ployhart et al., 2011). Somit tragen gut ausgebildete Mitarbeitende aktiv zum Unternehmenserfolg bei.

Blended learning im Arbeitsalltag

Durch den Einfluss moderner Informations- und Telekommunikationstechnologien verändert sich auch die Welt der Personalentwicklung. Somit ist es möglich, durch sogenannte „rich media“ – also angereicherte Medieninhalte – die im Web zur Verfügung gestellt werden, Mitarbeitende weiterzubilden (Bennett, 2009). E-Learning wird nicht nur zur Zeit der Corona-Krise eingesetzt, sondern stellt auch im „normalen“ Arbeitsalltag ein ergänzendes Instrument dar, welches zusätzlich zu analogen Personalentwicklungsmaßnahmen eingesetzt wird. Diese Kombination wird als blended learning bezeichnet.

Diese Entwicklung hat für Unternehmen und Mitarbeitende viele Vorteile. Nicht nur, dass E-Learning häufig nicht nur orts-, sondern auch zeitunabhängig ist. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit sich auch in virtuellen Seminaren mit anderen Teilnehmenden der Schulungsmaßnahme auszutauschen oder – zwischendurch – eine Einheit am Smartphone zu absolvieren. Somit haben Mitarbeitende auch die Möglichkeit (in einem gewissen Rahmen) selbst zu entscheiden, wann sie sich weiterbilden.

Eine strategische Personalentwicklung zu betreiben kann zudem dazu beitragen, dass sich auch Mitarbeitende von sich aus proaktiv weiterbilden bzw. Weiterbildungen im Unternehmen erfragen. Somit hätte dies auch einen positiven Effekt auf das Commitment von Mitarbeitenden gegenüber Unternehmen.

Schulungsinhalte werden immer häufiger spielerisch vermittelt (sog. Gamification). Dadurch entsteht im positiven Sinne ein Wettbewerb unter den Mitarbeitenden – wer möchte nicht der erste, schnellste, beste etc. sein?

Quellen:
Bennett, E.E. (2009), „Virtual HRD: The intersection of knowledge management, culture, and intranets“, Advances in Developing Human Resources, Vol. 11, No. 3, pp. 362-374.

Ployhart, R.E., van Iddekinge, C.H. and Mackenzie, W.I. (2011), „Acquiring and developing human capital in service contexts: The interconnectedness of human capital resources“, Academy of Management Journal, Vol. 54, No. 2, pp. 353-368.

Tirrel, H. and Winnen, L. (2018), „Schwankende Produktivität. Ursachenforschung anhand mitarbeiterbezogener Daten – eine Fallstudie“, zfo – Zeitschrift Führung + Organisation, Vol. 87, No. 4, pp. 258-266.

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